Lohnt sich die Anfahrt?

Preis und Kilometer

Wie liegt der Preis neben ähnlichen Anzeigen?

Verglichen mit ähnlichen Anzeigen: gleiches Modell, ähnliches Baujahr, ähnliche Kilometer.

Preis und Kilometer

Welchen Antrieb hat das Auto?

Preis und Kilometer

Wie viele Kilometer, und seit wann zugelassen?

Aus der Anzeige abschreiben.

Wir vergleichen mit dem, was Autos in Deutschland im Schnitt fahren.

Unfall, Wartung, HU

Was steht zu Unfällen drin?

Unfall, Wartung, HU

Was steht zur Wartung drin?

Unfall, Wartung, HU

Und zur Hauptuntersuchung?

Fotos und Text

Wie sind die Fotos?

Fotos und Text

Was steht im Text über das Auto?

Kreuz an, was vorkommt.

Fotos und Text

Und über den Verkauf?

Kreuz an, was vorkommt.

Fotos und Text

Was fehlt in der Anzeige?

Kreuz an, was nicht drinsteht.

Der Verkäufer

Wer verkauft?

Der Verkäufer

Was schreibt der Verkäufer über Geld und Auto?

In der Anzeige oder in den ersten Nachrichten. Kreuz an, was zutrifft.

Der Verkäufer

Und über Besichtigung und Kontakt?

In der Anzeige oder in den ersten Nachrichten. Kreuz an, was zutrifft.

Sechs Anzeigen zum Ausprobieren

  1. BMW 320d Touring, 2019, 62.000 km

    Privatverkauf, 11.400 €. Steht bei meiner Spedition in Belgien, Besichtigung leider nicht möglich. Versand nach Zahlungseingang, 14 Tage Rückgabe. Bezahlt wird über einen Treuhandservice, den Link schicke ich dir.

  2. VW Polo 1.2, 2013, 96.000 km

    Privatverkauf, 5.900 €. Der Wagen meiner Mutter, sie fährt nicht mehr. Scheckheft lückenhaft. Kleine Roststelle am hinteren Radlauf links, siehe Foto. HU bis 05/2027. Besichtigung jederzeit, Barzahlung bei Übergabe.

  3. Mercedes C 220 d, 2018, 84.000 km

    Privatverkauf, 16.800 €. Verkaufe für einen Bekannten, der im Ausland arbeitet. Die Papiere habe ich. 1.500 € Anzahlung reservieren ihn, den Rest bei Abholung. Eine Interessentin will ihn am Samstag holen.

  4. Audi A4 Avant 2.0 TDI, 2016, 78.400 km

    Privatverkauf, 14.200 €. Wenig gelaufen, drei Vorbesitzer laut Fahrzeugbrief. Fahrersitz und Lenkrad deutlich abgenutzt, siehe Fotos. Letzte HU 09/2025, der Bericht liegt vor.

  5. Škoda Octavia Combi 1.5 TSI, 2020, 61.000 km

    Händler, 17.400 €. Vorführwagen unseres Hauses, danach ein Halter. Serviceheft vollständig. 12 Monate Gewährleistung, Zulassung auf Wunsch. Probefahrt bei uns in der Filiale, Termin nach Absprache.

  6. Ford Fiesta 1.0 EcoBoost, 2017, 71.000 km

    Privatverkauf, 7.300 €. Läuft einwandfrei, HU neu. Unter der Woche schwer erreichbar, schreib mir bitte auf WhatsApp. Zahlung vorab per Überweisung, damit ich ihn abmelden kann.

Die bekannten Maschen

  1. Das Auto im Ausland

    Ein gepflegtes Auto zum Schnäppchenpreis. Der Verkäufer arbeitet angeblich im Ausland, das Auto steht bei einer Spedition. Ansehen geht nicht, dafür gibt es Versand nach Zahlung und einen Treuhanddienst, dessen Link der Verkäufer schickt.

    Was du tust: Nichts zahlen, nicht weiterschreiben, die Anzeige bei der Plattform melden.

  2. Die Anzahlung zum Reservieren

    Der Verkäufer verkauft für einen Bekannten, der gerade nicht da ist. Die Papiere habe er. Mit einer Anzahlung sei das Auto reserviert, am Samstag komme sonst eine andere Interessentin.

    Was du tust: Keine Anzahlung. Wer nicht im Fahrzeugbrief steht, braucht eine schriftliche Vollmacht des Halters, und du willst den Brief im Original sehen.

  3. Vorkasse und der schnelle Wechsel zu WhatsApp

    Günstiges Auto, freundlicher Verkäufer, unter der Woche angeblich schwer zu erreichen. Er will sofort auf WhatsApp weiterschreiben und bittet um eine Überweisung vorab, damit er das Auto abmelden kann.

    Was du tust: Zum Abmelden braucht niemand dein Geld. Bezahlt wird bei der Übergabe, gegen Auto, Schlüssel und Papiere.

  4. Der gedrehte Tacho

    Wenig Kilometer für das Alter, aber Lenkrad, Fahrersitz und Pedale sehen nach mehr aus. Am Tacho selbst siehst du davon nichts.

    Was du tust: Vergleich die Kilometer in HU-Berichten, Serviceheft und Rechnungen mit dem Tacho. Sie müssen aufsteigen und zusammenpassen.

  5. Die falsche Händlerseite

    Eine Händlerseite mit Impressum, vielen Autos und guten Preisen. Bezahlt wird vorab, geliefert wird nie.

    Was du tust: Ein professioneller Auftritt und ein Impressum beweisen nichts. Zahl erst bei der Übergabe. Die Adresse der Seite kannst du vorher im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale eingeben.

  6. Der Händler, der privat verkauft

    Ein Händler tritt als Privatmann auf und schließt die Gewährleistung aus. Kein Betrug im Sinn der Polizei, aber ein Trick gegen deine Rechte.

    Was du tust: Die Gewährleistung gilt trotzdem, du musst aber beweisen, dass ein Händler verkauft hat. Heb Anzeige und Nachrichten auf.

  7. Schon bezahlt?

    Ruf sofort deine Bank an und bitte darum, die Überweisung zurückzuholen. Bei einem Bargeldtransfer rufst du den Dienst an, über den du gezahlt hast. Oft ist das Geld schon gebucht, trotzdem zählt jede Minute. Erstatte Anzeige bei der Polizei, am schnellsten online. Sichere alles: Anzeige, Nachrichten, Kontodaten, Zahlungsbeleg. Mach Bildschirmfotos, bevor der Verkäufer etwas löscht. Verlass dich nicht auf Zusagen des Verkäufers, das Geld zurückzuschicken.

Die Anzeigen sind erfunden, die Maschen darin nicht. Hinweis, kein Beweis.

Woher die Regeln kommen

Stand 28.09.2026. Feste Regeln, keine KI und keine Punktzahl: Dieselben Klicks ergeben immer dieselbe Einschätzung. Rechtliches ist Orientierung, keine Rechtsberatung.

Finger weg, sobald eins davon zutrifft
Geld vorab, Anzahlung zum Reservieren, Auto im Ausland oder bei einer Spedition, Keine Besichtigung möglich.
Erst klären, dann fahren
Deutlich günstiger als ähnliche Autos, Wenig gelaufen für das Alter, „Top-Zustand“ bei über 150.000 Kilometern, Kein Kilometerstand, Unfallfreiheit ungeklärt, Unfallfrei, aber Schaden im Text, Nichts zur Wartung, HU bald fällig oder abgelaufen, Kein HU-Termin, Wenige Fotos oder eine Seite fehlt, Die Fotos wirken fremd, Händler schließt Gewährleistung aus, „Export“ oder „nur an Händler“, Defekt oder Bastlerauto, Privat, aber gewerbliche Angaben, Verkauf im Kundenauftrag, Keine Erstzulassung, Keine Zahl der Halter, Keine Mängel genannt, Privat oder Händler ist unklar, Keine Probefahrt möglich, Will weg von der Plattform, Verkauft für jemand anderen, Der Verkäufer macht Druck. Was du nicht anklickst, zählt bei Unfall, Wartung, HU und Verkäufer wie „steht nicht drin“.
Die Anfahrt lohnt sich, wenn der Anruf passt
Wenn nichts davon zutrifft. „Vor Ort ansehen“ und „Spricht dafür“ ändern die Einschätzung nie.
Drei Grenzen, die wir selbst gesetzt haben
„Wenig gelaufen“ heißt weniger als die Hälfte des Richtwerts unten, „viele Kilometer“ heißt ab 150.000 km, „HU bald fällig“ heißt in den nächsten sechs Monaten.
So viel fahren Autos im Jahr
0 bis 3 Jahre: Benzin 11.195 km, Diesel 22.337 km, alle 13.722 km.
4 bis 5 Jahre: Benzin 10.715 km, Diesel 18.144 km, alle 12.856 km.
6 bis 7 Jahre: Benzin 10.242 km, Diesel 16.476 km, alle 12.093 km.
8 bis 9 Jahre: Benzin 9.659 km, Diesel 15.325 km, alle 11.723 km.
10 bis 19 Jahre: Benzin 7.837 km, Diesel 12.371 km, alle 9.415 km.
ab 20 Jahren: Benzin 4.982 km, Diesel 8.789 km, alle 5.559 km.
Elektroautos 11.312 km, Hybride 13.526 km im Jahr, ohne Aufteilung nach Alter. Für ein Auto zählt das Werkzeug den Schnitt jedes Lebensjahres zusammen: Kraftfahrt-Bundesamt, Verkehr in Kilometern 2025, veröffentlicht am 09.09.2026.
Was die Maschen kosten
Das Auto im Ausland: Der ganze Kaufpreis, vorab. Die Seite des angeblichen Treuhänders verschwindet mit dem Geld.
Die Anzahlung zum Reservieren: Die Anzahlung. Selbst bei einem ehrlichen Verkäufer sichert sie dir nichts.
Vorkasse und der schnelle Wechsel zu WhatsApp: Alles, was du überweist.
Der gedrehte Tacho: Oft einige Tausend Euro zu viel. Eine alte Schätzung der Polizei nach einer Razzia 2011, die der ADAC zitiert, nennt im Schnitt 3.000 € je Auto. Eine neuere Zahl mit Quelle haben wir nicht gefunden.
Die falsche Händlerseite: Der ganze Kaufpreis.
Der Händler, der privat verkauft: Deine Gewährleistung, wenn später ein Mangel auftaucht.
Alle Quellen
ADAC, Betrug beim Autokauf, 29.01.2026: Keine Vorauszahlung; Treuhandkonto und Auto im Ausland als bekannte Maschen; Warnzeichen sind Schnäppchenpreis, Zeitdruck und Vorkasse.
Polizeiliche Kriminalprävention, Vorsicht bei Vorkasse, ohne Datum, aufgerufen am 28.09.2026: Beim Autokauf über einen Anzeigenmarkt nie in Vorleistung gehen; gefälschte Treuhand- und Speditionsseiten verschwinden nach der Zahlung.
Polizeiliche Kriminalprävention, Geld überwiesen, ohne Datum, aufgerufen am 28.09.2026: Sofort die Bank anrufen, bei Bargeldtransfer den Dienstleister; Anzeige erstatten; Schriftverkehr sichern; nicht auf Zusagen des Verkäufers verlassen.
Verbraucherzentrale, Internet-Betrug: Geld zurückholen, 03.08.2026: Eine ausgeführte Überweisung lässt sich meist nicht mehr zurückholen, viele werden in Echtzeit gebucht. Schnell handeln bleibt die einzige Chance.
ADAC, Tachomanipulation, 27.01.2026: Ein gedrehter Tacho steigert den Wert im Schnitt um 3.000 € je Auto, eine Schätzung der Polizei nach einer Razzia 2011; Rechnungen, Serviceheft und Belege auf Plausibilität prüfen.
ADAC, gefälschte Gebrauchtwagen-Händlerseiten, 06.06.2025: Professioneller Auftritt und Impressum beweisen nichts; keine Vorkasse, Misstrauen bei Schnäppchen.
Verbraucherzentrale, Fakeshop-Finder, aufgerufen am 28.09.2026: Kostenlose Prüfung einer Shop-Adresse auf Merkmale gefälschter Seiten.
Kraftfahrt-Bundesamt, Verkehr in Kilometern 2025, 09.09.2026: Durchschnittliche Jahresfahrleistung der Pkw nach Kraftstoff und Alter (Tabellen VK 1.6 bis 1.9), geschätzt aus den Kilometerständen der Hauptuntersuchungen.
Bundesgerichtshof, V ZR 148/21, 23.09.2022: Sich die Zulassungsbescheinigung Teil II vorlegen zu lassen, gehört regelmäßig zu den Mindesterfordernissen für einen gutgläubigen Erwerb eines gebrauchten Autos.
ADAC, Diesel-Partikelfilter, 09.09.2025: Viel Kurzstrecke kann den Filter verstopfen; ein neuer kostet je nach Modell 1.000 bis 3.000 €; seit Juli 2023 misst die Abgasuntersuchung bei Euro-6-Dieseln die Partikelanzahl.
ADAC, Zahnriemenwechsel, 04.04.2025: Wechsel je nach Modell nach 60.000 bis 240.000 km oder 6 bis 10 Jahren; ein gerissener Riemen kann den Motor zerstören; nach dem Wechsel klebt meist ein Aufkleber im Motorraum.
ADAC, Gebrauchtes Elektroauto kaufen, 08.04.2026: Die Antriebsbatterie ist das teuerste Bauteil; ihren Zustand (State of Health) nachweisen lassen, etwa mindestens 88 % bei 100.000 km; Garantie meist acht Jahre oder 160.000 km, Garantiefall meist unter 70 % Kapazität; Ladekabel im Vertrag festhalten.
Bundesgerichtshof, VIII ZR 92/06, Urteil vom 29.11.2006: Ein Ausschluss der Gewährleistung gilt nicht für Eigenschaften, die im Vertrag vereinbart sind, etwa „unfallfrei“.
§ 444 BGB, geltende Fassung: Wer einen Mangel arglistig verschweigt, kann sich auf den Ausschluss der Gewährleistung nicht berufen.
§ 476 BGB, geltende Fassung: Ein Händler darf die Gewährleistung für Gebrauchte gegenüber Verbrauchern auf ein Jahr kürzen, nicht ausschließen, und nur nach eigenem Hinweis und gesonderter Vereinbarung.
§ 476 Abs. 4 BGB und Bundesgerichtshof, VIII ZR 72/06, Urteil vom 22.11.2006: Schiebt ein Händler einen Privatmann vor oder trägt er beim Verkauf im Kundenauftrag das Risiko selbst, gilt seine Gewährleistung trotzdem.
OLG Oldenburg, 9 U 29/17, Beschluss vom 28.08.2017: „Gekauft wie gesehen“ schließt nur Mängel aus, die man bei der Besichtigung erkennen konnte.
§ 42 FZV, geltende Fassung: Ein abgemeldetes Auto darf mit Kurzzeitkennzeichen zur Probefahrt.
Anlage VIII zu § 29 StVZO, geltende Fassung: Pkw müssen alle 24 Monate zur Hauptuntersuchung, neue erstmals nach 36 Monaten.